Ergonomie im Büro

Wollen wollen's alle, aber tun tut's kaum einer:

Sich zwischendurch mal bewegen,

wenn man den ganzen Tag vor dem Computer sitzt. Dabei geht es ganz leicht: Einfach einen Fitnesstrainer als Programm oder App nutzen. Diese Erinnerungen an und Anleitungen für hilfreiche Bewegungen gibt's beispielsweise von der Berufsgenossenschaft ETEM auch als Bildschirmschoner, der eine Arbeitspause zur Fitnesspause aufwerten kann.

Welche Möbel und Geräte sind gut?

Welche Büromöbel und -geräte den Anforderungen des eigenen Körpers am besten genügen, das herausfinden erfordert ein wenig mehr Aufwand. Die umfassendsten Informationen und Anregungen hierzu sind auf der Website von ergo-online versammelt, einem Portal, das von der hessischen Beratungsstelle für Technologiefolgen und Qualifizierung der ver.di betrieben wird(BTQ Kassel). Die Website enthält neben wissenschaftlichen und rechtlichen Grundlagen auch Checklisten und Tests zur Beurteilung des eigenen Arbeitsplatzes sowie Produkttests und konkrete Empfehlungen zu den wichtigsten Büromöbeln und -geräten sowie zu Software unter ergonomischen Aspekten.

Dort kann man auch einen kostenlosen Newsletter abonnieren, der monatlich vor allem zum betrieblichen Gesundheitsschutz informiert, aber auch reichlich Anregungen für den Betrieb von Solo-Selbstständigen liefert.

Den Laptop ergonomisch nutzen

Das Arbeitsgerät, das wohl die meisten Gesundheitsprobleme im Büro verursacht, ist der Laptop, der nach Angaben der Bundesanstalt für Arbeitsschutz in Deutschland allein von rund zwei Millionen Menschen auf Reisen oder bei Kundenbesuchen genutzt wird. Wer seinen Laptop ausschließlich, also auch als Ersatz für einen Büro-PC nutzt, steigert die Gesundheitsgefahren noch einmal erheblich. Um mögliche Schäden gering zu halten, hat der Verband Deutscher Sicherheitsingenieure (VDSI) zehn Tipps zur ergonomischen Nutzung des Laptop zusammengestellt, bei deren Beachtung schwere Gesundheitsschäden ausbleiben sollten:

  1. So leicht wie möglich, so groß wie nötig. Die optimalen Dimensionen richten sich nach dem Nutzertyp. Ideal für regelmäßiges 2 – 3 stündiges Arbeiten am Laptop ist eine Bildschirmdiagonale von 14 – 15 Zoll (Format 4 : 3) bzw. 15 – 17 Zoll (16 : 9).
  2. Hohe Akkulaufzeit. Eine Akkulaufzeit von mindestens 5 Stunden kann es überflüssig machen, Netzkabel als Stolperfallen in Durchgangswege zu legen.
  3. Sinnvolles Zubehör. Eine externe ergonomische Maus und eine externe Tastatur sollte haben, wer regelmäßig mehr als 60 Minuten am Laptop sitzt.
  4. Entspiegeltes Display. Das Display sollte keine Hochglanz-Oberfläche haben und so aufgestellt werden, dass das Licht von der Seite kommt.
  5. Richtig sitzen. Wer in einer entspannten Haltung den Kopf nur leicht zu neigen braucht, um auf das Display zu schauen, vermeidet Kopf- und Nackenschmerzen.
  6. Helle Umgebung braucht ein helles Display. Außerdem muss die Auflösung optimal sein – Geräte mit sehr hoher Auflösung schaffen oft keine optimale Zeichendarstellung.
  7. Sehabstand 60 – 80 Zentimeter. Wer die Zeichen 1 mit l, 8 mit B oder 0 mit O verwechselt, hat den falschen Sehabstand.
  8. Den richtigen Sitzplatz in der Bahn reservieren. Ein Klapptisch ist besser als der Laptop auf den Knien.
  9. Regelmäßige Lockerungsübungen. Z.B. Schultern kreisen, Kopf beidseitig "bis zum Anschlag" drehen.
  10. Der Laptop ist kein Bürocomputer. Wo regelmäßg über zwei bis drei Stunden am Laptop gearbeitet wird, gelten (für Angestellte) die Vorschriften der Bildschirmarbeitsverordnung. Fachkräfte für Arbeitssicherheit können schon beim Kauf von Laptops helfen.

  Link zu dieser Seite.Seite drucken