'Bedürftigkeit' nach Alg II

Als "Regelleistung" (d.h. Höchstleistung) bekommen die Einwohner in der BRD neben den unten genannten Sätzen zusätzlich die Kosten für Miete und Heizung – diese allerdings nur, sofern sie "angemessen" sind. Die Sätze werden jährlich angepasst, im Jahr 2019 gibt es als ALG II monatlich für

Alleinstehende und Alleinerziehende 424 €
(Ehe-)Partner bzw. Partnerinnen
382 €
Kinder unter 6 Jahre 245 €
Kinder von 6 bis unter 14 Jahre 302 €
Jugendliche von 14 bis unter 18 Jahre 316 €
Erwachsene unter 25 Jahre im Haushalt der Eltern 339 €


Außerdem gibt es Zuschläge für Sonderbedarfe wie sie Schwangere, Alleinerziehende sowie unter bestimmten Voraussetzungen Behinderte haben – Letztere etwa, wenn sie aus medizinischen Gründen eine teure Diät brauchen.
Ob und wie viel Alg II es genau gibt, hängt von drei Faktoren ab:

  1. Vermögen:
    Wer nichts verdient, aber viel Geld auf der Bank hat, muss dieses Geld zuerst weitgehend aufbrauchen, bevor es Alg II gibt. Welches Vermögen erlaubt ist und welche Sonderregeln es dabei für Selbstständige gibt, steht im Kapitel "Arbeitslosengeld II und Vermögen".
  2. Einkünfte:
    Wer Geld verdient oder von sonst woher bekommt, muss es sich auf den Anspruch auf Alg II anrechnen lassen. Welche Einkünfte mit welchen Freibeträgen da berücksichtigt werden und wie das maßgebliche Einkommen von Selbstständigen berechnet wird, steht im Kapitel "Arbeitslosengeld II, Einkünfte und Freibeträge".
  3. Bedarfsgemeinschaft:
    Wer mit Partner(in) oder Kindern zusammenlebt, die gut verdienen, bekommt nichts. Für die Berechnung des Alg II werden nicht nur der Bedarf, sondern auch das Einkommen und das Vermögen der gesamten "Bedarfsgemeinschaft" zusammengerechnet. Ob es sich dabei um ein Ehepaar oder eine "eheähnliche Gemeinschaft" handelt, spielt keine Rolle. Leben andere Verwandte im gemeinsamen Haushalt, gibt es dafür möglicherweise einen Abzug vom Alg II.

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