Elektronische Steuererklärungen ('Elster')

Selbstständige müssen ihre Erklärungen in der Regel elektronisch an das Finanzamt übermitteln. Das gilt schon länger für die Umsatzsteuervoranmeldung und die Einkommensteuererklärung und seit dem Steuerjahr 2017 auch bei der Einnahmenüberschussrechnung. All diese Erklärungen sind mit dem Programm bzw. der Schnittstelle "Elster" ("Elektronische Steuer-Erklärung") via Internet an das Finanzamt zu übermitteln. Dazu gibt es grundsätzlich drei Wege:

  • Das Programm ElsterFormular steht zum kostenlosen Download auf https://www.elster.de/eportal/infoseite/elsterformular zur Verfügung und kann auf dem eigenen PC installiert werden. Nachteil: Es erfordert recht häufig Updates und funktioniert nur unter Windows ab Version 7. – Dieses Programm wird Ende 2020 eingestellt, ist also letztmalig für die Steuererklärung 2019 zu nutzen.
  • Das Programm ElsterOnline ist ein reines Online-Programm, das unabhängig vom Betriebssystem nur einen Browser erfordert. Im Internet aufzurufen unter https://www.elster.de/eportal/start.
  • Jede Steuersoftware kann verwendet werden, in die eine Elster-Schnittstelle integriert ist. Hier bietet die Elster-Website eine umfangreiche Liste der Produkte inklusive Entscheidungshilfe an. Dort sind kostenlose wie kommerzielle Softwarprodukte für verschiedene Betriebssysteme gelistet.

Die Elster-Programme bieten die Steuerformulare im schwarz-weiß-grünen Finanzamtslook zum Ausfüllen am Bildschirm an (allerdings nicht ausdruckbar). Elster nimmt am Ende nicht nur eine Plausibilitätsprüfung vor, sondern bietet auch eine vorläufige Steuerberechnung an, so dass man in Zweifelsfragen schnell und fundiert entscheiden kann, etwa ob bei einem Ehepaar im konkreten Fall die gemeinsame oder die getrennte Veranlagung günstiger ist. – PDF-Formulare mit den amtlichen Erläuterungen gibt es bei der Bundesfinanzverwaltung.

Umgekehrt gilt ab der Veranlagung für 2019: Steuerbescheide können auch rein digital zugestellt werden. Wer das will, muss das dem Finanzamt mit der Erklärung mitteilen und bekommt dann den Bescheid nicht mehr per Post, sondern in sein Elster-Postfach zugestellt (und zusätzliche eine E-Mail, die darauf hinweist).


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