Betriebskosten versichern

Betriebskostenversicherungen kommen für die laufenden Kosten auf, wenn der Betrieb eingestellt werden muss, weil die Inhaberin wegen Unfall, Krankheit oder Schwangerschaft arbeitsunfähig ist. Sie decken z.B. die Ateliermiete, Kreditzinsen, Grundgebühren für Strom und Telefon, Leasingraten und sogar die Löhne und Gehälter für Angestellte. Klingt gut, ist aber nicht ganz billig. Über den Daumen verlangen die Versicherer 1 – 1,5 Prozent der versicherten monatlichen Betriebskosten.

Betriebsausfall- oder Betriebsunterbrechungsversicherungen sind beides Ertragsausfallversicherungen und ähnlich konstruiert: Sie kommen für dieselben Kosten (Mieten, Zinsen und Gehälter) auf, wenn der Betrieb wegen Feuer, Wasserschäden, Einbruch oder Naturkatastrophen eingestellt werden muss.

Wichtig wird diese Unterscheidung jedoch bei der Steuer: Nach einem Urteil des Bundesfinanzhofes vom 19.5.2009 (Aktenzeichen VIII R 6/07) zu einer Praxisausfallversicherung eines Arztes gehören Betriebskostenversicherungen für den Fall von Krankheit des Inhabers zu dessen persönlicher Sphäre – die Prämien und Versicherungsleistungen haben also in der Einnahmen-Überschuss-Rechnung des Unternehmens nichts zu suchen. Versicherungen für den Fall der Betriebsunterbrechung durch äußere Einwirkungen wie Feuer, Unwetter und dergleichen sind dagegen betriebliche Versicherungen: Die Prämien gelten als Betriebsausgaben; Zahlungen einer solchen Versicherung müssen als Betriebseinnahmen versteuert werden.


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