Private Unfallversicherungen

Die Berufsgenossenschaften kommen lediglich für die Folgen von Berufsunfällen auf. Dazu zählen alle Unfälle und Krankheiten, die in einem ursächlichen Zusammenhang zur versicherten Tätigkeit stehen – bis hin zum Beinbruch beim Abheben des Honorars vom Bankkonto. Da es für abhängig Beschäftigte das Pflichtsystem der Berufsunfallversicherung über die Berufsgenossenschaften gibt, konzentrieren sich die privaten Versicherer auf generelle Unfallversicherungen, die nicht zwischen Berufsausübung und Freizeit oder Berufsweg und sonstige Wege unterscheiden. Wer eine Absicherung für Unfälle in der Freizeit haben möchte oder nicht in einer Berufsgenossenschaft versichert ist, kann verschiedenartige private Unfallversicherungen abschließen. 

Solche Versicherungen werden regelmäßig in Vergleichstests bewertet, im Juli 2021 beispielsweise von der Stiftung Warentest: hier. Die Stiftung nennt auch die Kosten, mit denen zu rechnen ist: "Den güns­tigsten sehr guten Tarif gibt es für 105 Euro jähr­lich in der nied­rigen Gefahrengruppe, in der hohen werden mindestens 179 Euro fällig", erwähnt aber auch, dass es manchmal günstiger ist, sich gleich noch umfassender abzusichern: "Für diejenigen, die sich gegen einen Verdienst­ausfall finanziell absichern möchten, ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung die bessere Wahl. Aber auch Alternativen wie die Grundfähigkeitsversicherung kommen in Frage."

Keine Versicherung, aber für ver.di-Mitglieder in Sachen Freizeitunfall interessant ist die im Beitrag enthaltene Freizeitunfall-Leistung. (Die manchmal in Gewerkschaftskreisen genannte GUV/FAKULTA hingegen ist für Selbstständige nicht geeignet: Sie hat ihre Leistungen auf abhängig Beschäftigte konzentriert.)


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