Selbstständig im Nebenberuf

Grundsätzlich unterliegt eine nebenberufliche Selbstständigkeit keinen Beschränkungen: Man darf "Rechnungen schreiben", man darf (und soll) so viel verdienen, wie gewollt und möglich, in welchem Beruf oder welchen verschiedenen Berufen auch immer – sofern die Rechtslage beachtet wird, gegebenenfalls auch gewerberechtliche Beschränkungen und Berufsordnungen. Ansonsten müssen lediglich Arbeitnehmerinnen die Besonderheit beachten: Wer abhängig beschäftigt ist, sollte den Arbeitgeber auf jeden Fall von der Nebentätigkeit informieren und darf diesem auf keinen Fall Konkurrenz machen.

Versteht sich, dass das Finanzamt die Einkünfte aus einer Nebentätigkeiten gemeldet und versteuert sehen will. Auch die gesetzliche Rentenversicherung hat manchmal einen Anspruch auf einen Anteil der nebenberuflichen Einkünfte. Bei bereits hauptberuflich Selbstständigen auch die gesetzliche Krankenkasse. Und wer Gelder aus öffentlichen Sozialkassen bezieht, muss sich in der Regel nebenberufliche Einkünfte bereits ab einer geringen Höhe auf diese Bezüge anrechnen lassen. Genau aufpassen sollte dann noch, wer

  • über die Eltern oder die Partnerin familienkrankenversichert ist,
  • in der studentischen Krankenversicherung ist,
  • BAFöG bezieht,
  • seinen Eltern noch zu Kindergeld verhilft.

Hier gibt es jeweils besondere Beschränkungen für eine selbstständige Tätigkeit, die im Folgenden in eigenen Texten ausgebreitet werden. – Welche Grenzwerte und Regeln auch ansonsten im Einzelnen zu beachten sind, steht ebenfalls in den folgenden Detailtexten.

Grundsätzlich gelten bei einer nebenberuflicher Selbstständigkeit – sobald der Nebenberuf nachhaltig und mit Gewinnerzielungsabsicht ausgeübt wird – dieselben Regeln und Startformalitäten wie im Hauptberuf:


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