Staatlich geförderte Altersvorsorge: 'Riester'- und 'Rürup-Rente'

Zurzeit gibt es zwei Möglichkeiten, mit staatlicher Förderung private Altersvorsorge zu betreiben: die nach ihren jeweiligen Erfindern benannten "Riester-Renten" und "Rürup-Renten". 

  • Wer in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert ist – egal ob als Arbeitnehmerin, als Publizist, als freiberufliche Dozentin, als Tagesmutter oder "auf Antrag" – und zusätzlich eine private Altersvorsorge abschließt, hat Anspruch auf die staatlichen Zuzahlungen für eine "Riester-Rente". Die entsprechenden Zulagen bekommen auch Menschen, die mit einer "riester-berechtigten" Person verheiratet sind oder ein Kind in den ersten drei Lebensjahren erziehen.
    Die Rieser-Rente gilt allgemein als Flop, wer aber sowieso eine private Altersvorsorge abschließen will, sollte die Riester-Rente durchaus ebenfalls in Betracht ziehen, denn hier gibt es Geld vom Staat für ganz normale Vorsorgeverträge. Es lohnt sich aber lieber zweimal und genau rechnen, ob der Vertrag wirklich günstige Konditionen bietet. Die Unterschiede sind enorm. (Dass man mit den geförderten Verträgen keine besonders großen Sprünge machen kann, ist eine andere Frage.)
    Gefördert werden nur Anlagen, die in einem speziellen Verfahren als "riesterfähig" zertifiziert wurden. - Auch die Angebote der Pensionskasse, der VddB, der VddKO und des VBLU sind "riesterfähig"; die Details zur Konstruktion der Riester-Rente stehen in einem gesonderten Kapitel.
  • Wer keinen Zugang zur Riester-Rente hat, weil er nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert ist, kann mit der "Rürup-Rente" immerhin noch steuerliche Vorteile erzielen. Da es hier um ein reines Steuersparmodell geht, empfiehlt sie sich vor allem für Selbstständige, die ein hohes Einkommen (also einen hohen Steuersatz) haben und hohe Beiträge für ihre Altersvorsorge aufbringen. Die genaue Funktionsweise wird in einem gesonderten Text beschrieben, der auch auf die FAQ zur Rürup-Rente der Stiftung Warentest (Stand November 2021) hinweist. Die übrigens empfiehlt lieber in freiwillige Rentenbeiträge zu investieren, statt in einen Rürup-Vertrag.

Für beide Vorsorgeformen gilt seit 2017: Alle Anbieter solcher Verträge sind verpflichtet, ihren Kunden vor Abschluss des Vertrages ein Produktinformationsblatt vorzulegen. Damit sollen die Preise, die teilweise exorbitanten Provisionen, die Risiken und möglichen Gewinne der Anlagen transparenter und vergleichbar werden.

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