09. November 2019

Kleinunternehmergrenze steigt auf 22.000 €

Bundesrat stimmt dem Bürokratieentlastungsgesetz III zu, das zudem für viele Umsatzsteuerpflichtige die Voranmeldung einfacher macht

Nach der Zustimmung des Bundesrats vom 8.11.2019 ist der Weg frei für eine Anhebung der Kleinunternehmensgrenze um knapp 26 Prozent. Die Jahresumsatzgrenze, ab der Unternehmen und Selbstständige Umsatzsteuer erheben müssen, steigt damit von bisher 17.500 € am 1.1.2020 auf 22.000 €.  Nach Berechnungen des Wirtschaftsministeriums betrifft diese Änderung rund 68.400 Steuerpflichtige.

Von der Erhöhung der Umsatzsteuergrenze profitieren vor allem Selbstständige, die ihren jährlichen Umsatz unter 22.000 € überwiegend mit Privatkunden erlösen (bzw. mit Kunden, die von der Umsatzsteuer befreit sind).  Gegenüber dem Regierungsentwurf tritt die Erhöhung durch den Eingriff des Bundestags-Ausschusses für Wirtschaft und Energie nun ein Jahr früher in Kraft, nachdem dessen Änderungen am Gesetzentwurf vom Bundestag beschlossen wurden (siehe hier).

Der ursprüngliche Zeitplan bleibt bei zwei weiteren Erleichterung beim Umsatzsteuerverfahren erhalten: (Vorerst) in den Steuerjahren 2021 bis 2026 wird bei Gründer*innen, die am Umsatzsteuerverfahren teilnehmen, die Abgabe der Umsatzsteuer-Voranmeldung nicht mehr zwangsläufig monatlich fällig. sondern nur noch einmal im Quartal fällig, wenn die Jahresumsatzsteuer voraussichtlich keine 7.500 € beträgt.

Informationen zur Kleinunternehmergrenze (und deren Wirkungen) stehen ebenso im ‚Ratgeber Selbstständige‘ wie die generellen Informationen zum Umsatzsteuerverfahren sowie den Vor- und Nachteilen einer Umsatzsteuerbefreiung.